Diary time

By Stylegart

 

Lange habe ich überlegt, ob ich euch darüber berichten soll… Meinungen gehen hier für diesen Beitrag sicherlich auseinander! Viele meiner Leute meinten ich solle vorsichtig sein, denn solche Beiträge bekommen leicht „Hater“.

Hmm, aber ist das nicht bei (fast) allen Meinungen, Äußerungen und Feststellungen so? Wir Menschen haben eben von Dingen eine eigene Meinung oder möchten auch eine andere Darstellung bzw. Sichtweise zeigen. Nichtsdestotrotz sind unfaire Kommentare in keinem Fall erwähnenswert oder gar angebracht.

Schlussendlich habe ich mich aber doch dafür entschieden und möchte euch in diesem Beitrag auf eine kleine Reise durch die Gastronomie mit nehmen, ein Job der keineswegs nur für IDIOTEN gemacht ist, eine harte, ehrliche Arbeit, die mit Ausdauer, stetiger Freundlichkeit, Muskelkraft und einer ganzen Protion Selbstbewusstsein zu den stressigsten Tätigkeiten im Berufsleben zählt…

Nach meiner Schule wollte ich unbedingt einen Beruf erlernen, der mit Menschen zu tun hat, aufregend- und weil vor allem kein Tag wie der andere ist. Wie ich zu dem Berufsfeld Hotelfachfrau kam, kann ich euch heute eigentlich kaum mehr sagen. Ich entschloss mich diese Ausbildung zu absolvieren… meine Freunde waren schnell weg… keiner hatte auf Dauer das Verständnis für die vielen Arbeitsstunden und vor allem das ständige nicht frei haben am Wochenende. Ich hielte durch, denn trotz alledem merkte ich schnell, dass mir vor allem die Servicetätigkeit Spaß machte und man hier viele Leute kennen lernen konnte… zu dieser Zeit war mir aber keinesfalls bewusst, dass vor allem Kollegen lange nicht wahre Freundschaften ersetzen können und viele davon diesen Beruf ausschließlich zwecks des schnellen Geldes machten. Ich möchte euch nicht vorenthalten, dass viele Gastronomen alkoholkrank oder drogensüchtig sind. Dem wiederkehrenden Stresspegel und der ständigen Konfrontation mit Alkohol können leider viele nicht widerstehen. Hinzu kommt wenig Schlaf aufgrund viel zu langen Arbeitsstunden und dennoch zu langen Partynächten. Vielleicht ein Grund mehr warum ich seit einiger Zeit keinen Alkohol mehr trinke!

Gastronomie ist keinesfalls ein Beruf für jedermann, ich bin der Meinung, dass man für diesen Job viel Selbstbewusstsein braucht, Menschen lieben und vor allem allen Dingen widerstehen muss, die einen herunterziehen können oder krank machen. Wenn man diese Eigenschaften mit bringt, dann kann diese Berufstätigkeit durchaus Spaß machen und ich möchte euch nun einige witzige, aber auch ein sehr ernstes Ereignis schildern, die ich aus meinen über 16 Jahren Berufserfahrung im Service erlebt habe!

Menschen sind eben manchmal „komisch“ oder „direkt“- als Servicefachkraft muss man in wenigen Minuten jeden Gast richtig einschätzen können und mit ihm so umgehen, dass es für beide Seiten angenehm wird und vor allem Spaß macht. Fehlt einem die Eigenschaft „menschlich“ zu sein bzw. auf den Gast eingehen zu können oder macht man den Job einfach nur wegen des Trinkgeldes, wird man schnell merken, dass man 1. nicht viel Geld von den Gästen bekommt und 2. keinen Spaß daran hat!

 

 

5 kuriosesten Sprüche aus der Gastro

 

  1. Gast: „Wenn Sie jetzt nicht gleich unser Essen servieren, dann servieren Sie es keinen Menschen mehr, sondern Skeletten weil wir verhungert sind!
  2. Service: „Ok, dann serviere ich gerne Skeletten das Essen, dies habe ich auch noch nie gemacht“!
  3. Fazit: Zynische Gäste hat man ständig, wichtig ist hier den Gast richtig einschätzen zu können und auf eine nette Art zu „kontern“! Nachdem das Essen dann kam, hatte ich mich übrigens noch gut mit dem Gast unterhalten und wir haben viel gelacht! 😉

Gastrogeschichten

  1. Ein Pärchen bei der Bestellung in einem Diner, die Dame zum Service: „Ich hätte gerne den Baconburger, aber bitte ohne Zwiebeln!“
  2. Service: „Kein Problem!“
  3. Bestellung des Herren im Anschluss: „Und ich bitte gerne den Cheeseburger.“
  4. Service: „Auch ohne Zwiebeln?“
  5. Darauf antwortete die Dame: „JA!“
  6. Fazit: Für mich persönlich sehr amüsant, denn hier wurde mir unbewusst mehr mitgeteilt als ich eigentlich wissen wollte! 🙂

Servicegeschichten

  1. Gast bei der Bestellung in einem Steakhaus: „Ich hätte bitte gerne ein Rumpsteak.“
  2. Service: „Welche Garstufe hätten Sie denn gerne für ihr Fleisch? Blutig, Medium oder durch?“
  3. Gast: „Was ist medium?“
  4. Service: „Die Garstufe zwischen blutig und durch!“
  5. Fazit: Hä? Irgendwie ist mir diese Frage bis heute ein wenig unerklärlich? 😉

Gastronews

Es regnet in Strömen….

  1. Gast: „Ist die Terrasse heute geöffnet?“
  2. Service: „Es regnet!“
  3. Gast: „Und wenn es vielleicht bald wieder schön wird!“
  4. Service: „Ja, dann machen wir diese sicherlich wieder auf!“
  5. Fazit: Manchmal sind wir Menschen eben einfach komisch! 😉

Life is Life

In einem gemeinnützigen Kaffee, das von behinderten Menschen bedient wird:

  1. Gast zum Chef: „Bei ihnen hier ist auch nicht viel los, das liegt sicherlich daran, dass Behinderte bedienen!“
  2.  Antwort vom Chef: „Die Gäste, die das stört wollen wir hier gar nicht!“
  3. Fazit: Hier fehlen selbst mir die Worte und ich weiß nicht, wie man überhaupt auf so eine Idee kommt, solch einen Gedankenfluss zu äußern! 🙁

ein harter Beruf

 

Menschen zu bedienen kann also lustig sein, aber manchmal auch sehr verärgern! Ich könnte euch sicherlich noch viele weitere Geschichten erzählen, muss aber dazu sagen, dass wir Servicekräfte die Äußerungen eines Gastes ja immer in einem anderen Blickwinkel sehen, als der Gast selbst. Ausschlaggebend ist hier immer die Rückantwort und somit die Einschätzung des Gastes, denn nicht immer kann man mit einer zynischen Antwort kontern, manchmal muss man einfach nur „ja“ sagen und den Wunsch des Gastes respektieren und vor allem schnellstmöglich versuchen diesen umzusetzen! Jedoch sind wir nicht dazu verpflichtet uns alles gefallen zu lassen!

Ich bin definitiv der Meinung, dass dieser Job von anderen Mitmenschen mehr ernst genommen werden sollte und alle Berufe im Dienstleitungsbereich, sei es die Krankenschwester, der Sicherheitsdienst oder auch die Servicekraft besser vergütet werden müssten, denn solch ein Tun hilft anderen Menschen sich wohl zu fühlen und das ist in meinen Augen unbezahlbar!

 


Wie findet ihr meine ehrlichen Worte?

Habt ihr auch schon einmal im Service gearbeitet, vielleicht während eures Studiums?

Wie ist eure Meinung zu diesem breiten Berufsfeld?

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stylegart

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