Fructoseintoleranz- wenn Zucker krank macht!

Hallo ihr Lieben,

in meinem 1. Artikel über Food möchte ich euch gleich mit einem Thema überrumpeln, das mich leider zum einen selbst betrifft und zum anderen immer mehr Menschen darunter leiden. Aber was genau sind denn überhaupt Lebensmittelunverträglichkeiten?? Und vor allem warum leiden immer mehr Menschen daran? Die Statistik beweist, dass auch in Deutschland die zahlen immer weiter steigen. Lebensmittelunverträglichkeiten sind Allergien, die sich auf bestimmte Lebensmittel richten und diese unverträglich machen und Beschwerden auslösen. Eine Fruktoseintoleranz ist eine Fruchtzuckerunverträglichkeit, das heißt mein Darm kann diese Art von Zucker nicht mehr richtig verwerten, bzw. spalten. Die Folgen sind unter anderem Bauchschmerzen, Übelkeit, und Schwindelanfälle. Lebensmittelunverträglichkeiten sind nicht angeboren, sie entwickeln sich im Laufe eines Lebens und können teilweise bei der richtigen Behandlung wieder verschwinden.

Ich möchte euch heute mehr über mein Leiden und die Angst vor jeglichen Lebensmitteln die Zucker enthalten berichten.Vor ca. einem halben Jahr erhielte ich die Diagnose:  „Fruktoseintoleranz“.  Zu diesem Zeitpunkt war ich einerseits froh endlich zu wissen was meine Bauchkrämpfe und Schwindelanfälle verursacht, aber auch unendlich traurig darüber, nichts mehr an Obst und Süßigkeiten essen zu können. Zum Glück habe ich mich vorab über diese Unverträglichkeit informiert, denn mein damaliger Hausarzt hatte zwar den Test durchgeführt, konnte mir aber keine Tipps zur Behandlung geben, lediglich die Aussage: „Lesen Sie bitte im Internet nach“. “ „Bitte was? Sie sind doch der Arzt !!!“ Nach einem langen Leidensweg war ich nun endlich froh einen Arzt gefunden zu haben, der meine Attacken nicht einfach mit einer „Magen-Darm-Grippe“ abtat, und dann so einen Rat!  Unsere Allgemeinärzte  befassen sich meiner Meinung nach noch viel zu wenig mit diesem Thema. Es wird oft als sogenannte „In“Krankheit“ abgewälzt. Bitte was sind denn „In Krankheiten???“

Naja, nun ab nach Hause und ganz schnell an den Laptop… in den nächsten 2 bis 4 Wochen also nur noch Reis, Kartoffeln oder Nudeln, kein Obst, keine Süßigkeiten, kein Gemüse! Die sogenannte Karenzphase. Nach den überstandenen 2 Wochen kommt nun die sogenannte Testphase, in der ich alle fruchtzuckerhaltigen Lebensmittel testen soll. In meiner Tabelle könnt ihr sehen, dass in fast allen gesunden Lebensmitteln, das heißt in Obst und Gemüse Fruchtzucker steckt. Vor meiner Diagnose habe ich immer versucht mich gesund zu ernähren, ich habe täglich Obst gegessen und mindestens 3 mal die Woche mein Gemüse zubereitet. Allerdings habe ich auch ziemlich viel genascht! 🙂 Durch meinen Job in der Gastronomie komme ich immer an Leckereien ran, das war nun auch vorbei. Als Restaurantleitung bin ich für eine ständige Aktualisierung unserer Getränkekarte verantwortlich. Alkohol ist bei einer Intoleranz genau so schädlich wie meine geliebten Saftschorlen. „Na super“ wie soll ich denn ein Wein empfehlen, wenn ich Ihn nicht trinken kann?? Also ab jetzt nur noch Wasser und Tee, Kartoffeln, Nudeln und Fleisch.

Zum Thema Fleisch kann ich euch nur sagen, dass in fast allen Wurstsorten Zucker zur Haltbarkeit zugeführt wird. Am besten isst man frisches Fleisch wie Steaks vom Rind, Hähnchen oder Schwein. Da ich sehr tierlieb bin und GEGEN die Massentierhaltung habe ich mir vorgenommen trotz meiner Erkrankung nur maximal 3x die Woche Fleisch aus Biohaltung zu essen. Ich bin gegen jeglichen zu hohen Fleischkonsum, denn Antibiotika und Quälerei erhalten wir zum einen vom Arzt und zum anderen haben wir Menschen nicht das Recht andere Lebewesen auf diese Weise zu foltern!!!

Hilfe finde ich auch in meinen Büchern, hier erhalte ich tolle Rezeptideen und kleine Tricks um doch mal ein Stück Kuchen essen zu können! 😉 Ich werde noch über einige Rezepte berichten, seit gespannt! Es gibt übrigens eine Tablette namens Fructaid, die bei mir gut anschlägt und ich dann doch mal einen Restaurantbesuch wagen kann! Diese Tablette ist für eine Dauerlösung allerdings nicht geeignet!

Vielen Menschen mit dieser Unverträglichkeit hilft Traubenzucker, diese Zuckerart wird vom Darm besser gespalten, bei mir allerdings nicht- ich bekomme auch von dieser Art Zucker Bauchschmerzen! Selbst Gemüse bereitet mir in größeren Mengen Beschwerden. Ich bekam nun ganz schön Angst, wie sollte ich bitte meine Vitamine zu mir nehmen ohne Obst und Gemüse. Hilfe suchte ich nun bei einer Heilpraktikerin, mir ging es zwar schon besser, seit ich das Essen umgestellt hatte, fühlte mich aber immer noch schlapp und müde. Über diverse Bluttests fanden wir heraus, dass in meinem Körper aufgrund der Erkrankung keinerlei Vitamin C, Vitamin D und Vitamin B6 mehr vorhanden ist. Ich bekam eine weitere Empfehlung für eine Darmsanierung mittels Tabletten, die durch bestimmte Darmbakterien meine Flora wieder aufbaut.

 

Heute geht es mir mit Hilfe von Probiotika, Vitamin D, und Betacur ganz gut, meine Ernährung habe ich umstellen müssen, Restaurantbesuche sind leider auch schwierig, aber hey ich entwickle mich zu einer ganz guten Köchin und Bäckerin. 😉 Im Reformhaus gibt es zum Beispiel von Frusano eine fruktosefreie Schokitafel, die ganz okay schmeckt, ich habe Reissirup als guten Zuckersatz für mich gefunden und kann manche Gemüsesorten in kleinen Mengen essen.

 

Mein Fazit für diverse Lebensmittelunverträglichkeiten:

„back to the roots“

Wir sollten wieder zurück zu unserem Ursprung, das heißt nur saisonale Lebensmittel kaufen, oder noch besser, selbst anbauen und wenn es gerade keine Tomaten gibt, dann isst man eben das, was saisonal verfügbar ist. Wir sollten kein Obst wie z. B. Papaya aus fremden Ländern einfliegen lassen von denen wir nicht wissen, ob wir diese überhaupt vertragen und mit welchen Zusatzstoffen und Pestiziden es belastet ist, wir sollten unser Vieh wieder auf die Weide lassen und keine Hühner mit überdimensionalen Brüsten züchten, die in viel zu kleinen Käfigen sitzen, nur weil wir Eiweiß in Massen brauchen. Wir sollten wieder das Essen, das in unserem Land verfügbar ist, sollten uns anpassen, um wieder im Einklang mit der Natur zu leben, denn die diese schlägt zurück, sei es in Form von Lebensmittelunverträglichkeiten, dem Rinderwahn oder der Vogelgrippe!

Eure Ramona

stylegart

2 Comments

  1. Sehr toller Beitrag! Habe selbst auch Fruktoseintoleranz und kam anfangs garnicht klar auf so viel zu verzichten. Aber mittlerweile gehts ganz gut, Dank leckeren ersatzprodukten. Und ich habe das backen neu für mich entdeckt:)

    Liebste Grüße

    Sarah

    • Hallo Sarah, danke für dein Feedback. Backen habe ich auch neu für mich entdeckt! 🙂 Es gibt mittlerweile ganz gute Ersatzprodukte! Ich denke mir immer: Durch unsere Unverträglichkeit leben wir einfach automatisch gesünder! 😉

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