Igitt- nein Danke!

Igitt- vegane und vegetarische Ersatzprodukte!

65 Prozent und damit nur eine knappe Mehrheit von euch stimmten für diesen Beitrag! Sicherlich bekomme ich jetzt einige Hater mehr- was mich aber überhaupt nicht juckt! 😉

 

Vorspann:

Tofu und Co

Vegetarische Kost

Negativer Report

Lebensmittelgeschichten

Ich möchte euch heute aus zwei verschiedenen Sichtweisen (der gastronomischen und der persönlichen) Produkte vorstellen, deren Inhalte so gar nicht „gesund“ sind- unsere Lebensmittelindustrie diese aber als „gesund“ betitelt. Vorab möchte ich aber sagen, dass ich den Hype über vegane Ernährung nicht wirklich verstehen kann, ich aber für weniger Fleisch essen bin! Das heißt, dass ich vegetarische Kost definitiv als gut befinden will, da wir von der Massentierhaltung wieder weg müssen! Was ich aber wirklich nicht verstehe, ist die Tatsache, dass auf einmal jegliche Milchprodukte inkl. Eier „schlecht“- oder gar „ungesund“ sein sollen. Wohl bemerkt reagieren einige von uns Menschen bereits auf Lactose, dem Milchzucker- der vorwiegend in unserer reinen Milch enthalten ist… sicherlich ein Zeichen, dass wir hier auch (wie eben bei unserem Fleischkonsum) einfach zu viel davon trinken, bzw. essen.

In meinem Artikel Fructoseintoleranz hatte ich euch bereits meine Sichtweise zu verschiedenen Produkten geschildert, die eben aus weiter Ferne zu uns kommen- wir diese aber dann nicht gut vertragen… ein Zeichen dafür, dass wir wieder auf unsere heimischen, natürlichen und vor allem saisonalen Produkte zurückgreifen sollten. Wir möchten doch bitte wieder auf unseren Märkten, die jede Woche stattfinden saisonal einkaufen und kochen und bitte nicht weiter zu Discountern rennen, die den „heimischen“ Apfel aus dem Süden importieren, diesen dann mit verschiedenen Pestiziden bearbeiten, damit er länger frisch aussieht… denn die KUNDEN wollen dies ja! 🙁

Gegen ein „veganes“ Nudelgericht mit frischen Dinkelnudeln und leckerem Kürbisgemüse- aus unserer Heimat habe ich nichts einzuwenden, auch finde ich ein Milchreisdessert mit Brombeeren aus Deutschland wunderbar und ich esse für mein Leben gerne Wildfleisch, dass in unseren heimischen Wäldern erlegt wurde, wir die Jäger in Deutschland damit unterstützen und vor allem dem Tier ein halbwegs schönes Leben in FREIER Natur bieten konnten. Hier ist aber von wesentlicher Bedeutung, dass ihr zu einem Metzger eures Vertrauens geht, der am besten auch noch selbst erlegt und dem ihr vertraut, denn mittlerweile wird auch Wildfleisch gerne „importiert“!

Ich bin wahrlich der Meinung, dass wir mehr natürliche und saisonale Lebensmittel zu uns nehmen sollten- am besten den Apfel von Omas kleinem Garten, der zwar optisch mit ein paar Macken uns nicht mehr wirklich anspricht, aber gesundheitlich kaum mit Pestiziden belastet ist… und verachte daher jegliche „Ersatzprodukte“ die vollgepumpt mit Geschmacksverstärkern und künstlichen Aromen sind und möchte euch heute zeigen, was so alles in diesen Produkten steckt, natürlich darf und werde ich keine Firmennamen namentlich erwähnen, möchte euch aber dazu animieren, immer die Verpackungshinweise zu lesen, wenn ihr in eurem Supermakt des Vertrauens steht und mal wieder „schnell“ Lebensmittel braucht! Wer fleißig meinen Blog liest, der weiß bereits, dass ich seit über 15 Jahren in der Gastronomie arbeite, in diesem Bereich eine Ausbildung absolviert habe und ich daher sicher behaupten kann ein wenig Ahnung von der Lebensmittelindustrie zu haben…

Wie bin ich denn überhaupt auf diese Idee gekommen- „Igitt- vegane und vegetarische Ersatzprodukte“ zu schreiben:

vegane Ersatzprodukte

Ganz kurz: Mein Mann hatte versehentlich einen „veganen“ Cheddarkäse gekauft… ich hatte mir die Verpackungshinweise durch gelesen und feststellen müssen, dass dieser „Käse“ hauptsächlich nur aus Wasser und Kokosöl bestand- wenn das alles gewesen wäre, hatte mich das Produkt in jedem Fall überzeugt… (kleiner Tipp: Immer das erste Wort in der Auflistung deren Bestandteile ist zu über 50% in einem Produkt enthalten) dann aber die Ernüchterung kam:

Zutatenliste eines veganen Cheddars:

Tofu und veganer Käse

Wasser, Kokosöl, modifizierte Stärke, Stärke, Meersalz, vegane Aromen, Säureregulator: Zitronensäure, Konservierungsstoff: Sorbinsäure, Farbstoff: Beta-Carotin

Hinweis: Das Produkt ist frei von Weizen, Soja und Gluten.

Trotz diesen doch „tollen“ Zutaten entschloss ich mich diese „Käseversion“ einmal zu probieren und musste mein abgebissenen Leckerbissen dann leider gleich wieder meinem Abfalleimer weiter geben…Igitt- das Produkt hatte ferner nicht einmal ansatzweise etwas mit Käse zu tun, wohl eher mit einem künstlich schmeckenden Etwas! Das Tolle an der Zutatenliste war auch der Hinweis! Hätte dieser möchte gern „Käse“ eines dieser Inhaltsstoffe inklusive, wäre er zwar für manche Allergiker nicht wirklich geeignet, hätte dafür aber wieder mehr „natürliches“ in sich. Über die fettgedruckten Zusatzstoffe möchte ich eigentlich nicht wirklich näher darauf eingehen… mittlerweile weiß wohl jeder dass es keine „natürlichen“ Aromen gibt, Sorbinsäure schädlich ist und Farbstoff hier beabsichtigt zugestzt wird, damit es den Anschein hat ein „Käse“ zu sein. Damit ihr versteht worum es mir geht, möchte ich euch nun ein Gegenbeispiel bringen..

Zutatenliste eines Bio Cheddars:

Bio Cheddar: Hartkäse 50% Fett i. Tr. unter Schutzatmosphäre verpackt.

Hinweis: Lacktosefei!

Dieser Käse besteht aus 100% natürlichen Zutaten und ist von Natur aus lactosefrei! Wohl bemerkt können dieses Produkt daher alle Allergiker mit Genuss verspeisen! Nur Menschen mit einer hohen Histaminunverträglichkeit sollten auf den langen Reifeprozess achten.

 

Ihr wollt mehr über „Histamin“ wissen?  Gerne in einem baldigen Artikel! 🙂

 

Um euch zu überzeugen diese Ersatzprodukte eher zu meiden, Liste ich euch nun weitere Lebensmittel auf, die als Ersatzprodukte in unseren Supermärkten stehen und uns weiß machen wollen, gesund zu sein, leider aber auch das „Original“ zu wünschen übrig lässt:

 

Zutatenliste vegane und vegetarische Wiener Würstchen:

Igitt- vegane Ersatzprodukte

Tofi 75% (Sojabohnen) Wasser, Gerinnungsmittel: Magnesiumchlorid, Calciumsulfat, kaltgeprsstes Sonnenblumenöl, Sojasauce aus Weizen, Wasser und Sojabohnen . Meersalz, Verdickungsmittel: Guarkernmehl, verschiedene natürliche Gewürze, Buchenholzrauch aus biologischer Landwirtschaft

Zutatenliste Original Bio- Wiener Würstchen:

Schweinefleisch über 60%, Wasser, Rindfleisch knappe 10%, Meersalz, natürliche Gewürze, Zitronenschale gemahlen, Pastinake, Stabilisator: Trinatriumcitrat, Zucker, Natursaitling, Buchenholzrauch aus biologischer Landwirtschaft

Hier drehten nun Gerinnungsmittel gegen Stabilisatoren an. Trinatriumcitrat- ein sogenanntes Citrat (Stabilisator) gillt generell als ungefährlich, diese werden biotechnologisch aus Citronensäure hergestellt. Lediglich Schimmelpilzallergiker ist davon ab zu raten. Ein Gerinnungsmittel wie z.B. Magnesiumchlorid wird als Säureregulator eingesetzt. Als Festigungsmittel und Geschmacksverstärker ist es ein Hauptbestandteil bei der Tofuherstellung, um Soja gerinnen zu lassen und gillt daher als harmlos.

Diese beiden Lebensmittel stehen sich daher in nichts Nahe… hier entscheidet einzig und allein der Geschmack, der mich leider bei den veganen Würstchen überhaupt nicht überzeugt hat. Ein wichtiger Aspekt die veganen Würstchen dem Original vorzuziehen, ist hier wirklich einzig und allein das Tier!

Zutatenliste veganer Joghurt:

Lactosefrei

Wasser, Sojabohnen, Kokosmilch, oder gerne auch Mandeln, Zucker, Tricalciumcitrat, Säureregulatoren (Natriumcitrat, Citronensäure), Stabilisator (Pektin), natürliches Aroma, Meersalz, Vitamine (B12, D2), Antioxidationsmittel (stark tocopherolhaltige Extrakte, Fettsäureester der Ascorbinsäure), Joghurtkulturen (Str. thermophilus, L. bulgaricus)

Zutatenliste Bio-veganer Joghurt:

Kokosmilch, Stärke, Joghurtkulturen vegan, kontrollierter biologischer Anbau

Zutatenliste Bio-natur Joghurt:

Bio-Jogurt mild, mit mindestens 3,7% Fett- aus kontrolliert ökologischem Landbau

 

Hier habe ich euch mit Absicht 3 verschiedene Rezepturen aufgelistet- damit ihr zum einen seht, wie wichtig es ist, die Zutatenliste zu lesen und zum anderen ich euch zeigen möchte dass, es wohl doch „Ersatzprodukte“ gibt, die auf natürlicher Basis hergestellt werden. Ich bin aber der Meinung, dass der Bio-vegane Yoghurt KEINESFALLS ein „Ersatzprodukt“ ist, sondern wohl eher für sich selbst steht, denn ein reiner Koksomilchjoghurt, der frei von Zusatzstoffen ist, ist für mich ein weiteres „natürliches“ Produkt, dass eben nicht als sogenanntes „Ersatzprodukt“ für Kuhmilch stehen sollte, denn wie ihr bei der Bio-Rezeptur des Naturjoghurts aus Kuhmilch lesen könnt, besteht auch dieser Joghurt aus rein natürlichen Zutaten.

Sicherlich gibt es einige Menschen, die auf Milchprodukte (hauptsächlich Kuhmilch) reagieren, ich bin hier der Meinung, dass Kuh-, Schafs-, und auch Ziegenmilch dennoch IN MAßEN gesund ist und wir Menschen dies eben schon seit zig Jahren zu uns nehmen. Unser Fehler liegt wohl eher darin, Produkte mit verschiedenen „Hilfsmitteln“ haltbarer und leider auch „ansehnlicher“ zu machen, anstatt alles natürlich zu lassen. Ich selbst leide an zwei unterschiedlichen Lebensmittelunverträglichkeiten und setze mich daher super gerne mit diesem Thema auseinander… und wer jetzt behauptet, dass viele Milchprodukte den Körper aufschwämmen oder gar dick machen… ich esse jeden Tag Butter, trinke fast täglich einen Kefir ,der meinem Magen aufgrund der vorhandenen Bakterien und Kulturen gut tut- wiege 55 Kilogramm, bei einer Größe von 172 cm! 🙂

 

Meine Sichtweise gegenüber veganen und vegetarischen Ersatzprodukten aus gastronomischer Sicht:

Gemüseturm

Vegetarische Kost

Saisonal einkaufen

Seit über 15 Jahren arbeite ich nun schon in dieser Branche- ich kenne so ziemlich alle Lebensmittellieferanten aus dem Baden Württembergischen Raum und kann euch eines sagen: Der Vegane Hype ist hier nicht gern gesehen, wohl bemerkt gibt es mittlerweile ein paar wenige und reine vegane Restaurants und so ziemlich alle anderen sind aktuell gezwungen mindestens 1 Gericht auf der Karte vegan anzubieten, um eben dem „Hype“ gerecht zu werden. Viele dieser Restaurants arbeiten dann wiederum mit solchen „Ersatzprodukten“! Wichtige Faktoren sind eben hier: Die Zeit, der Geschmack und das Aussehen- ein fertiges „Erstazprodukt“ spart Zeit, sieht aufgrund der Farbstoffe toll aus und schmeckt dank „natürlichen“ Aromen den Gästen!

Bei einzig und allein denen, die ausschließlich reine vegetarische und vegane Kost anbieten lohnt sich ein Besuch, denn ein veganes, oder auch vegetarisches Restaurant, dass aus saisonalen Produkten ohne Geschmacksverstärker leckere vegane ud vegetarische Gerichte gekocht und zubereitet, ist definitiv mindestens genau so lecker, wie ein Restaurant dass für seinen Bio- Rinderbraten mit Wirsinggemuse und Nudeln wirbt! 😉 Ihr dürft mich hier jetzt nicht falsch verstehen, ich schildere euch eben nur die reine Sicht eines Gastronoms!

 

Meine persönliche Sichtweise gegenüber veganen und vegetarischen Ersatzprodukten:

Kauft und esst frische Produkte und Zutaten!

Ganz einfach, ich liebe natürliche Produkte und Gerichte, die meinen Magen nicht schreien lassen, Lebensmittel, die nicht aus Geschmacksverstärkern, Farbstoffen, Bindemitteln, und vor allem künstlichen Aromen bestehen- deshalb mein Appell an euch da draußen:

Gebt solchen meist „künstlichen“ Ersatzprodukten und deren Lebensmittelindustrie keine Chance… lest die Zutatenlisten, kauft saisonal auf Märkten und Bioläden ein, unterstützt den Metzger eures Vertrauens und findet letztens Endes für euch selbst heraus, welchen Weg ihr gehen wollt…

 

Ich für meinen Teil entscheide mich immer für eine Mischung aus veganen und vegetarischen Gerichten die aus reinen natürlichen Produkten gekocht wurden, esse gerne auch mal ein Wildgulasch aus heimischen Wäldern und nasche meinen Milchreis mit Kokosblütenzucker um mein Insulinhaushalt nicht zu schwächen! 😉

 

 

Na, überzeugt? Was haltet ihr von meinen ehrlichen Worten?

Dann ab auf meinen Foodbereich und meine leckeren und vor allem gesunden Rezepte nach kochen! 😉

Logo Igitt- vegane Ersatzprodukte

Neu auf Stylegart.de:

Was mich beschäftigt

Was mich aktuell bewegt:

Die Tatsache, dass in 5 Wochen Weihnachten ist….und in 6 Silvester… ahhh!

 

Was noch kommen wird

Was euch erwartet:

Der größte Weihnachtsmarkt Bericht den es je gab, mit Tipps zu den schönsten Märkten in ganz Baden Württemberg 😉

 

 

 

stylegart

15 Comments

  1. Super Beitrag! Spiegelt genau meine Einstellung wider!
    Bei uns gibt es inzwischen nur noch einmal in der Woche Fleisch. Da darf es dann auch teurer sein vom Metzger unseres Vertrauens. Gemüse und Obst wird auf dem Wochenmarkt oder in Hofläden gekauft. Man unterstützt dadurch die regionalen Bauern und die Sachen halten auch noch länger, weil die langen Transportwege wegfallen.
    Ich bin der Meinung, dass Fleisch nicht in Discounter gehört. Einer der Hauptgründe, warum so viel Fleisch gegessen wird, ist, dass es viel zu günstig angeboten wird.
    LG, Tina
    http://gadgetina.de

    • Hallo Tina, vielen Dank für dein Feedback! Finde ich klasse, dass du deinen Fleischkonsum auf einmal die Woche reduziert hast!
      Ich achte auch genau darauf an welchen Tagen ich wieviel zu mir nehme und verzichte an 4 Tagen in der Woche ganz auf Fleisch! 😉

      Liebe Grüße

  2. Ich finde deinen Beitrag sehr gut und denke jeder sollte so essen und leben wie er möchte, aber diese ganzen künstlichen Aromen und Zusatzstoffe finde ich auch schädlicher als ab und zu mal tierische Produkte aus guter Haltung zu essen.

  3. Ich lebe seit 5 Jahren hauptsächlich vegan – weil es mir gut tut. Und ich glaube, dass tierische Produkte nicht so gut für uns sind – zumindest meinem Körper tun sie nicht gut. Aber die industriellen Ersatzprodukte sind meist Dreck und schmecken genau so! Ich mache meine „Milchprdukte“ selbst, außer meiner tollen BioSojamilch. Und ansonsten finde ich die heimische Vielfalt an Obst und Gemüse so toll, dass ich die Ersatzprodukte wirklich nicht brauche. Wenn ich Käse essen will, dann mache ich das auch. Bewusst und mit Genuss.

  4. Ich denke auch, dass eine natürliche Ernährung ohne diesen ganzen Zusatzstoffe-Kram eine gute Basis ist. Ich teile auch grösstenteils Deine Sichtweise zum Thema Fleisch, man sollte das alles nicht so dogmatisch sehen. Ich selber esse aber kaum mehr Fleisch und nehme auch keine Milchprodukte mehr zu mir.

  5. Du sprichst mir aus der Seele! Ich denke auch, dass eine ausgewogene Ernährung – möglichst mit Bioprodukten – am besten ist. Ich habe schon öfter vegane Lebensmittel probiert, veganer Käse ist nicht gerade lecker. Essen sollte ja nun auch mal Genuss sein.

  6. Vegane Fertig- und Ersatzprodukte sind ähnlich ungesund wie ihre tierischen Äquivalente. Es geht aber bei der veganen Lebensweise auch in erster Linie überhaupt nicht darum. Die Ersatzprodukte machen, wenn überhaupt, nur einen Bruchteil dessen aus, was auf den Tisch kommt. Was den gesamten Gesundheitsaspekt angeht, solltest du dich wirklich nochmal intensiver informieren, denn weder Fleisch (auch nicht Wild oder Fisch) noch Produkte aus Kuhmilch haben irgendeinen positiven gesundheitlichen Effekt auf den Menschen. Und wenn man kurz mal drüber nachdenkt, ist das irgendwie auch logisch. Warum sollte es gesund oder notwendig sein, die Säuglingsnahrung einer artfremden Spezies zu sich zu nehmen? Das ergibt keinen Sinn. Das macht kein anderes Tier auf diesem Planeten, es sei denn es bekommt es vorgesetzt. Aber auch Katzen und Igel werden z.B. krank davon. Kleines Beispiel: Die Osteoporose-Rate ist in genau den Ländern am höchsten, in denen die meiste Milchprodukte konsumiert werden. Das sollte einen stutzig machen, auch wenn Werbung, Lobby und Oma uns immer wieder einreden wollen, man bräuchte das Calcium aus der Milch.

    Menschen sind biologisch gesehen Pflanzenfresser (Früchtefresser, genauer), waren sie schon immer – und sind sie auch jetzt noch. Dass sie trotzdem zu gewissen Zeiten darauf angewiesen waren, Aas zu fressen oder sogar selbst zu „jagen“, ändert nichts an dieser Tatsache. Fleisch essen ist nicht nur nicht notwendig, sondern sogar schädlich. Das bestätigt sogar die WHO und stellt insbesondere verarbeitete Fleischprodukte auf eine Stufe z.B. mit dem Rauchen und mit Asbest. Auch hier gibt es Studien, die belegen, dass der Konsume tierischer Fette und Eiweiße in direkt proportionalem Zusammenhang mit der Lebenserwartung steht. Heißt also: Je tierischer der Anteil der Nahrung, umso geringer die Lebenserwartung. Weniger Tier, mehr Pflanze ist also in jedem Fall die bessere Lösung. Und wenn man es strikt auf seine Gesundheit bezieht (und auch auf ökologische und ethische Aspekte) ist gar kein Tier die beste Lösung. Das geht auch komplett ohne irgendwelche fertigen Ersatzprodukte.

    Abschließend möchte ich nur noch sagen, dass ich dich hier keineswegs missionieren will. Ich bin nicht mal selbst Veganerin. Aber für mich steht eins definitiv fest: Veganismus ist kein „Hype“, sondern eine Entwicklung, die bereits seit Jahrzehnten andauert, sich immer weiter verbreitet und die in allen Punkten absolut sinnvoll ist. Wenn ich also tierische Produkte konsumiere, dann tue ich das nur aus zwei Gründen – Genuss und Bequemlichkeit. Sich einzureden, man täte es aus gesundheitlichen Gründen, weil es notwendig wäre, Fleisch oder Milchprodukte zu essen, ist schlichtweg falsch und wahrscheinlich auch ein bisschen Selbstbetrug. Denn die meisten Leute wissen sehr wohl, dass das nicht gesund ist und machen es trotzdem, einfach weil sie es nicht anders kennen, so aufgewachsen sind, den Geschmack gewöhnt sind und mögen etc.

    Am Ende bleibt für mich als Nicht-Veganerin aber trotzdem folgende Tatsache stehen: Die Veganer haben einfach Recht. Und auch wenn man diese Lebensweise für sich nicht will oder nicht hinkriegt, kann man sich das trotzdem eingestehen.

    Vielleicht hast du ja Lust, dich noch etwas intensiver mit der Materie zu beschäftigen. Denn irgendwann wirst du vielleicht auch merken, dass das Ganze gar nicht so falsch sein kann. Es richtet den wenigsten Schaden an, egal worauf man es bezieht. Und in einer Welt, die wir als große Industrienationen ausbeuten und nachhaltig zerstören, kann das nur etwas Gutes sein.

    Liebe Grüße aus Thüringen
    Zhu~

    • Hallo nach Thüringen,

      erst einmal vielen Dank für deinen super ausführlichen Kommentar!
      Ich denke aber, dass 15 Jahre Gastronomie reichen, um wirklich Ahnung von dieser Materie zu haben… nicht zuletzt auch durch diverse Schulungen. Ich brauche keine weiteren Studien zu lesen, um zu wissen dass eine vegetarische Ernährung gesünder ist als eine reine Fleischzunahme! Ich glaube, du hast meinen Artikel leider nicht wirklich verstanden, denn ich prangere lediglich die wirklich SCHLECHTEN Zusatzprodukte an- die aufgrund des „Hypes“ durch vegane Ernähung gerade entstanden ist- nicht aber eine ausgewognene vegan/vegetarische Ernährung mit rein natürlichen Produkten und ab und an den Genuss von einer Fleischzunahme aus heimischen Wäldern!!!

      Die liebe Ina, hat hier übrigens ein tolles Beispiel gebracht: Analog Käse- vor wenigen Jahren ZURECHT als Skandal betitelt- veganer Käse ist nichts anderes.

      Lese am besten einfach nochmal meinen Artikel… und du wirst verstehen, worauf ich hinaus will!
      Es kann wirklich nicht sein, dass wir Ersatzprodukte konsumieren, die uns in allererster Linie krank machen, Obst mit Pestiziden belasten, nur damit wir welche aus dem Süden essen können und Massen an Tieren schlachten, damit wir JEDEN TAG Fleisch essen können!
      Es ist aber ersichtlich falsch diese Probleme mit irgendwelchen Ersatzprodukten weg zu machen oder versuchen lösen zu wollen!
      Wir sollten wieder essen wie unsere Großeltern… meine wurden übrigens 80 Jahre, mit einer gesunden Ernährung aus heimischen Produkten wie Fleisch, Obst und Gemüse! 😉

      Liebe Grüße!

    • ah und übrigens… meine Oma hatte eine Katze, diese wurde über 20 Menschenjahre alt und hat täglich einen kleinen Napf mit Sahne leer geschleckt… sicherlich war dieses Tier unheimlich dick- wurde aber trotz flüssiger Sahne von der Kuh über 20! 😉
      Ich besitze auch 2 Miezen… heute weiß man, dass Katzen und auch Igel rein auf die Lactose reagieren… meine Katzen bekommen zwar keine reine Sahne (diese ist übrigens auch immer lactosefrei) aber dennoch ab und an Milchprodukte… und wenn sie es könnten in der freien Natur an solch ein Produkt heran zu kommen, würden sie es tun! 😉

  7. Super, dass du das angesprochen hast! Denn nicht alles wo „vegan“ drauf steht, ist auch gesund!

    Und zu deiner Frage, wieso nun Milch etc. auch ungesund sein soll: Schau dir mal den Film „What the Health“ an.

  8. Toller Beitrag! Bin ja schon lange Vegetarierin und ernähre mich auch gerne mal vegan, wenn auch meist schon ganz unbewusst. Dennoch greife ich nicht auf Ersatzprodukte zurück, da ich mich ja einerseits bewusst gegen diese entschieden habe und es andererseits auch meistens nicht gerade lecker schmeckt! 🙂 Es gibt wirklich so viele leckere Nahrungsmittel, da braucht man auch keine Wurst- oder Käseersatzprodukte!

    Alles Liebe,
    Verena
    whoismocca.com

  9. Danke für den sehr, sehr informativen Beitrag! Ich bin übrigens auch ein großer Fan davon, möglichst natürlich und aber auch abwechslungsreich zu essen 🙂

    • Hallo meine Liebe!

      Ja, ich gebe dir soooo recht!! Ein sehr gutes Beisiel mit dem Analogkäse! 🙂

      Liebe Grüße!

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